Traumasensitives Meditieren - Eine Methode wenn Meditation schwer fällt

Traumasensitives Meditieren

Mrz 01
Traumasensitives Meditieren

Meditieren erdet und entspannt. Durch das Meditieren kann man loslassen, vertrauen und eine innere Ruhe einkehren lassen. Jedoch sind die meisten Meditationen nicht traumasensitiv. Für Menschen, die Trauma erlebt haben, können normale Meditationen sehr triggerreich sein. Aber das muss nicht so bleiben! Wenn du das an dir kennst, dann könnte traumasensitives Meditieren eine Lösung für dich sein.

Im heutigen Podcast erkläre ich, wie Meditationen auch traumasensitiv gestaltet werden können. Gerade das stille Sitzen, tief Atmen und an nichts Denken kann zu einer Angst oder Panik führen, anstatt zur Entspannung. 

Warum Menschen mit Trauma Schwierigkeiten haben beim Meditieren

Der Grund hierfür ist die dauerhafte Übererregung des Nervensystems. Nach einem Trauma ist das Nervensystem im Daueralarm. Jederzeit kann etwas Schlimmes passieren und das System ist ständig im Notfallmodus um uns zu beschützen. Dadurch ist meditieren sehr schwer. Denn wenn man zum Beispiel die Augen schließt, kann man eine mögliche Gefahr nicht direkt sehen.

Unser Körper möchte uns beschützen und für Sicherheit sorgen. Wir können unserem Körper aber auch zeigen, dass wir jetzt sicher sind und nun entspannen dürfen, denn eine Meditation kann auch traumasensitiv funktionieren.

Der Ansatz von traumasensitives Meditieren

Beispielsweise kannst du einfach die Augen geöffnet lassen. Es muss auch nicht der Schneidersitz auf dem Boden sein. Suche dir einen schönen Ort und setze dich zum Beispiel auf die Vorderkante eines Stuhls. 

Wenn du magst, kannst du dich auch hinlegen, im Stehen oder sogar im Gehen meditieren. All das ist vollkommen in Ordnung und kann dir helfen angenehmer zu meditieren. 

Wenn in Meditationen Anweisungen genannt werden, wie „Schließe deine Augen“, dann brauchst es nicht als Befehl, sondern als Einladung sehen und kannst diese Einladung auch ablehnen, wenn sie nicht stimmig für dich ist. 

Damit du deinem Körper vor Beginn einer Meditation schon helfen kannst, überlege, was dir gut tut. Was brauchst du fürs traumasensitives Meditieren, damit du dich sicher und wohl fühlst? Vielleicht magst du die Tür abschließen oder eine Kerze anmachen. Allein diese Vorbereitungen können schon dafür sorgen, dass sich dein Nervensystem beruhigt.

Probiere dich aus: Was tut dir während der Meditation gut?

Hierbei gilt immer der Grundsatz: Tue das, was sich für dich gut und stimmig anfühlt! Probiere einfach aus, was für dich passt und was du brauchst. 

Wenn du mit dem Meditieren starten möchtest, dann fang gerne ganz klein an. Alleine 5 Minuten können schon so viel bewirken! 

Auch die Wahl deiner Meditation kannst du tagesformabhängig machen. Manchmal gibt es Tage, an denen man super lange meditieren kann und an manchen Tagen sind 5 Minuten schon viel. 

Und das ist okay, du darfst für dich entscheiden, was du gerade in diesem Moment brauchst. Wenn du magst, kannst du auch ein Journal beginnen, in dem du festhältst, wie die Meditation für dich war und wie es dir danach ging. So kannst du herausfinden, wie sich dein persönliches Meditationsverhalten mit der Zeit verändert. 

Und nun habe ich noch ein tolles Angebot für dich! Mein neuer traumasensitiver Meditationskurs besteht aus sieben Tagen Wissensinput, in denen ich dich liebevoll an das Meditieren heranführe und aus einer großen Sammlung mit über 20 verschiedenen traumasensitiven Meditationen. Diese haben unterschiedliche Längen und Themen, sodass es für jeden und für jede Situation eine passende Meditation gibt. 

Schau total gerne mal hier vorbei.

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About the Author

Hi, ich bin Mai 😊 Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht Opfern sexuellen Missbrauchs zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Auch wenn eure Scham und Angst etwas anderes erzählen: Das ist nicht wahr! Und es kommt noch besser: Der richtige schöne Teil eures Lebens liegt noch vor euch! Ich habe es geschafft, aus dem schlimmsten Erlebnis meines Lebens, eine enorme Kraft zu ziehen & mein Leben nach meinen Ideen neu zu gestalten - also kannst du das auch! Deine Mai 💛

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